Workshop: Konstruktiver Journalismus

Filipa Lessing Konstruktiver Journalismus

Konstruktiv berichten heißt: Probleme aufzeigen, aber auch über Lösungen schreiben. Konstruktiver Journalismus hat viele Potenziale, aber auch viele Stolperfallen. Wie geht das also: konstruktiv schreiben, konstruktiv recherchieren?

Erkenntnisse aus der Psychologie nutzen

Wer die Nachrichten liest, sieht vor allem: Schlechte Nachrichten. Klar, wir Journalist:innen müssen Schieflagen aufdecken, den Mächtigen auf die Finger schauen, den Finger in die Wunde legen. If it bleeds, it leads. Leider sorgt das bei vielen unserer Leser:innen für Verdruss. So viel, dass manche sich ganz von den Medien abwenden.

Eine mögliche Lösung gegen den Nachrichtenverdruss kann der konstruktive Journalismus sein. Er stützt sich auf Erkenntnisse aus der Psychologie. Wie reagieren die Leser:innen auf unsere Artikel? Wie denken sie über die Medien – und die Gesellschaft? Und was verändert sich, wenn wir den Fokus unserer Berichterstattung ändern?

Konstruktiv oder Schönfärberei?

Konstruktiver Journalismus ist eine eher neue Strömung im Journalismus. Auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind noch jung. Die bisherigen Befunde sind jedoch außerordentlich vielversprechend.

Für die Gesellschaft, weil die Leser:innen von konstruktivem Journalismus ihr mehr zutrauen und nicht so leicht die Hoffnung verlieren.

Für die Verlage, weil die Leser:innen ihre Artikel besser bewerten, eher ähnliche Artikel lesen wollen – also wahrscheinlicher als Rezipient:innen und Kund:innen wiederkommen – und sich nach dem Lesen besser fühlen.

Das lernt ihr im Workshop konstruktiver Journalismus

  • Was ist konstruktiver Journalismus – und was nicht?
  • Psychologische Erkenntnisse aus der Wissenschaft und wie ihr sie für eure Arbeit nutzen könnt
  • Lohnt sich konstruktiver Journalismus für Redaktionen?
  • Die 6 Elemente des konstruktiven Journalismus
  • Häufige Fallen von konstruktivem Journalismus und wie ihr sie vermeidet

Lernt, wie ihr ausgewogener, vollständiger und engagierter berichtet. Der Workshop besteht aus dem Input aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, nimmt sich aber auch viel Zeit für eine lebhafte Diskussion und Gespräche mit den Teilnehmer:innen. Zuletzt runden praktischen Übungen mit dieser neuen Form des Journalismus den Abend ab.

Aus dem Workshop nehmt ihr eine praktische “Checkliste” über den konstruktiven Journalismus für eure Arbeit mit.

  • Konstruktive Themenfindung: Wo finde ich Lösungen?
  • Konstruktive Recherche: Wer sind gute Protagonist:innen?
  • Konstruktive Interviewführung – weg mit den Opfern
  • Konstruktiv Schreiben – selbst mit wenig Platz

Unsere Mentorin: Filipa Lessing

Wer: Filipa Lessing hat ihre Masterarbeit über die Wirkung von konstruktiven Journalismus geschrieben. Sie grub sich tief in die aktuelle Studienlage ein und erforschte praktisch, welche Wirkung konstruktive Artikel auf die Nachrichtenvermeidung vieler Leser:innen hat. Sie geht daher mit einem umfangreichen Wissen über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über konstruktiven Journalismus in den Workshop und freut sich sehr auf die praktischen Fragen und die Diskussion mit den Teilnehmer:innen.

Die wichtigsten Facts in Kürze für den Workshop Konstruktiver Journalismus

Was: Workshop Konstruktiver Journalismus
Wann: Mittwoch, 17.01.2024 | 19.00 – 21.00 Uhr
Wo: Online via Zoom Videokonferenz. Den Link erhaltet ihr nach der Anmeldung.
Preis: Für 120 Minuten zahlen Mitglieder von next media makers e.V. 15 Euro, alle anderen 30 Euro. Mitglieder unserer Partner erhalten 20 Prozent Rabatt.
Für wen: Für Berufseinsteiger:innen und -fortgeschrittene. Für alle, die konstruktiven Journalismus kennen lernen wollen, ob Print, Online, TV oder Hörfunk.

Wir freuen uns auf euch!

Achtung. Wegen Krankheit muss der Workshop leider verschoben werden. Wir informieren euch zeitnah über einen neuen Termin. Anmeldungen behalten ihre Gültigkeit.

Meldet euch jetzt an!


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